Aktivitäten:
Von dem aus drei Personen bestehenden Vorstand sowie einem 15-köpfigen Arbeitskreis, dem profunde Repräsentanten der stadtgeschichtlichen Forschung, der Museumslandschaft, ingenieurwissenschaftlicher Vereinigungen sowie wirtschaftlicher Disziplinen angehören, wurde die "Substanzhaltigkeit" der Sammlungsgebiete mit folgendem Ergebnis geprüft:

  1. Mobilitätstechnik
  2. Luftfahrttechnik
  3. Energietechnik
  4. Elektro- / Mess- / Regeltechnik und Informatik
  5. Konstruktions- und Maschinenbautechnik
  6. Wissenstransfer

1. Mobilitäts- und Verkehrstechnik      

1.1 Der spektakulärste "Erzählstrang" des künftigen Technik-Museums Kassel beginnt im Jahre 1706, als sich Denis Papin, der Hoferfinder Landgraf Karls, erfolgreich der "Kunst, das Wasser zu heben" widmete und die erste Hochdruckdampfpumpe der Welt baute. Von diesem Pionier der Dampfkraftnutzung ausgehend, kann in Kassel - das bedeutet andererseits an sonst keinem anderen Ort der Welt ! - eine sich über 300 Jahre erstreckende Technikgeschichte authentisch präsentiert werden.
Der funktionsfähige Nachbau der Papinschen Pumpe befindet sich in der Orangerie. An diesem Objekt soll deutlich gemacht werden, dass es in Kassel gelingt, korrespondierende Museen thematisch einzigartig zu vernetzen.
1.2 Der herausragende Pionier der Dampfmaschinen-Nutzung, Carl Anton Henschel (1780-1861), wird derzeit sowohl in der Orangerie, wie auch im Stadtmuseum Kassel, als auch im Henschel-Museum in Kassel-Rothenditmold gewürdigt.
Kurz nachdem George Stephenson 1814 seine erste Lokomotive erbaut hatte, befasste sich der vielseitig interessierte Kasseler Fabrikant Carl Anton Henschel mit dem Modell eines Dampfwagens, das 1816 allerdings vom technikfeindlichen Kurfürsten zurück gewiesen wurde. Erst 1845 begann Henschel mit dem Lokomotivbau, weil auch in diesem Jahr die erste Eisenbahnstrecke im Kurfürstentum in Angriff genommen wurde. 1848 erfolgte die Auslieferung der berühmten Lokomotive "Drache".
1:1 Nachbau "Drache" von Henschel / kann im TMK gezeigt werden
1.3 Die schienengebundenen Verkehrssysteme erhielten von Kassel ausgehend ungemein vielfältige und bedeutsame Impulse:
1.3.1 Die besonderen Verdienste von Wilhelm Schmidt (1858-1924) sind zu würdigen. Zitat: "Kaum eine Maßnahme hat den Lokomotivbau mehr befruchtet als die Überhitzung des Dampfes, die von Wilhelm Schmidt in lebensfähige Form gebracht worden ist. Die Firma Henschel & Sohn darf sich rühmen, als Erste im März 1897 die Ausrüstung einer Lokomotive mit Schmidtschem Überhitzer ... in Vorschlag gebracht und damit den einzigartigen Siegeszug des Lokomotiv-Überhitzers eingeleitet zu haben. W. Schmidt ging als "Heißdampf-Schmidt" in die Geschichte der Technik ein.
1.3.2 Neben dem Lokomotivbau entwickelten sich namhafte Waggon-Hersteller (Wegmann, Crede) 1936 ergab sich mit dem legendären "Henschel-Wegmann-Hochgeschwindigkeitszug" eine bemerkenswerte Symbiose.
Die ab 5.Oktober 2006 von der Deutschen Post herausgegebene Sonderbriefmarkenserie "Für die Wohlfahrtspflege" zeigt neben dem "Fliegenden Hamburger", dem "Trans Europ Express" und dem "InterCityExpress" den "Henschel-Wegmann-Zug"
1.3.2 Die Trambahn-Technik erhielt 1877 in Kassel schon früh ihren besonderen verkehrlichen Stellenwert, die mit der "RegioTram" einen hochaktuellen Innovationsschub bekommen hat.
Schon 130 Jahre sind vergangen, als mit einem Würfel-/Brettspiel für die Benutzung der "Tramway" geworben wurde.
Die anfänglich englischen Lokomotiven wurden schon nach kurzer Zeit durch Henschel-Produkte ersetzt.
Eine Original-Dampftram-Lokomotive (Baujahr 1902) kann im TMK gezeigt werden.
Die Dampfstraßenbahn wird am 10.Mai 1899 von der "Elektrischen" abgelöst.
Von 1897 bis 1909 verkehrt von Kassel nach Wolfsanger aber noch die Pferdebahn. Dieser Wagen der Pferdebahn ist als Exponat verfügbar.
Im Original erhalten und noch fahrbereit: der Triebwagen Nr.110 von 1907; hier TW 151, auf dem TW110 aufbauend.
Die Kasseler Straßenbahnfreunde haben derzeit 15 Triebwagen und Beiwagen in ihrem Sammlungsbestand.
Die Trambahntechnologie ist bis heute Kassels tragende Säule des öffentlichen Personen-Nahverkehrs. Das Netz ist durch die Anbindung von Brückenhof, Baunatal und das Lossetal bis Hessisch-Lichtenau sogar erheblich ausgeweitet worden. Eine Strecke nach Vellmar ist in der Projektierung.
Mit der Unterfahrung des Kulturbahnhofs erschließt das System "RegioTram" seinen vollen Nutzen für die Fahrgäste: Vom Kasseler Umland ohne Umsteigen - auch wenn Strecken noch nicht elektrifiziert sind - mitten in die Innenstadt.
Obgleich alle modernen Triebzüge für den Betrieb benötigt werden, wird schon jetzt angestrebt, die Entwicklung der RegioTram im TMK in angemessener Form zu dokumentieren. Quelle: NVV
1.3.4 Henschel-Entwicklungen schließen die elektrischen, Diesel- und diesel-elektrischen Antriebe von Lokomotiven (heute genießt das Kasseler Werk innerhalb des Weltkonzerns Bombardier eine Leitfunktion) ein.
1.3.4.1 Der Henschel-Lokomotiv-Bau stieg eher verhalten in die neue Technologie des Elektrizitätsantriebs ein. Erstmals wurde 1905 - d.h. 26 Jahre nach der Präsentation der Siemens-Erfindung in Berlin - eine E-Lok gefertigt.
Die erste Henschel E-Lok könnte als Original-Exponat dem Technik-Museum von den Staatlichen Sammlungen zur Verfügung gestellt werden.
1.3.4.2 Mit Erreichen der Wirksamkeitsgrenze im Dampflokomotivbau (1941 Stromlinien-Lokomotive mit bis zu 186 Stundenkilometern und der Kondensationstechnik - letzte Auslieferung 1953 -) erhielt der Henschel-Lokomotivbau ab 1954 neue Impulse durch "Zweikraft"-Lokomotiven; hierbei versorgt ein Dieselmotor-Generator die E-Lok mit Energie, wenn kein Fahrleitungsstrom zur Verfügung steht. 1977 kam es bei diesem Fahrzeugtyp mittels der Drehstromtechnik zu einem ungemein bedeutsamen Leistungsschub. 1982 konnte mit einem dieselelektrischen Versuchsfahrzeug die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht werden.
Diese "Diesel-Lokomotive" steht in Kassel zur Verfügung und ist schon von der Industrie restauriert worden. Dies zeigt die hohe Bereitschaft, ein TMK zu unterstützen, auch wenn es bisher nur eine Idee ist.
1.3.4.3 Die Erfahrungen von Henschel bei Schnellfahr-Lokomotiven prädestinierten das Werk Kassel zur Entwicklung des "ICE = Intercity-Experimental" -Triebkopfes; 1985 vorgestellt, bestätigte sich die Eignung des Systems für Geschwindigkeiten bis 250 Stundenkilometer. Heute geht der ICE=InterCityExpress bereits in die dritte Baureihe.
Dieses Bild soll exemplarisch verdeutlichen, dass sich der TMK e.V. auch aktiv darum kümmern wird Exponate zu beschaffen, wenn und weil sie Bezug zu Kassel haben. So wurden 40 der insgesamt 120 Triebköpfe der ICE-Serie 1 in Kassel hergestellt.
1.3.4.4 Als weiterer Zweig der Thyssen-Henschel Hochgeschwindigkeitstechnik kam die Versuchsreihe "Transrapid auf Langstator-Trasse" 1979 nach Kassel. Auf der danach im Emsland gebauten Versuchsstrecke sind inzwischen Geschwindigkeiten von über 400 km/h an der Tagesordnung. Die Baureihe, die in Shanghai den Betrieb 2002 aufgenommen hat, erzielte inzwischen schon 501 km pro Stunde. Mit der berührungsfreien Technik geht die Magnetfahrtechnik einen völlig neuen Weg im Spur gebundenen Verkehr. In Kassel könnte die Transrapid-Entwicklung anhand aller Original-Exponate vom "HMB 2" bis zum "TR08" dargestellt werden.
TR 07 In dieser Weise aufgeständert, könnte eine solche Sektion in Kassel gezeigt werden.
Briefmarke mit dem Transrapid aus dem Jahre 1999
1.4 Die Henschel-Ideenschmiede verlor gleichwohl die schienenungebundenen Mobilitätslösungen nicht aus den Augen: Beim Autobau erwarb sich Kassel aber vorzugsweise Kernkompetenzen im Nutzfahrzeugbau (Lkws, Busse, O-Busse), die sich heute in der LKW-Achsenfertigung innerhalb des Daimler-Chrysler-Konzerns noch bestätigt.
Henschel- "Rex", Baujahr 1926; als Exponat verfügbar
Henschel-HS100; als Exponat verfügbar
Nirgendwo sonst existiert ein solcher aus 4 Einheiten bestehender Löschzug mit ausschließlich Henschel-Fahrzeugen.
Der Feuerwehrverein Kassel e.V. würde es begrüßen, seinen kompletten, originalen und bestens gepflegten "Henschel-Feuerlöschzug" im TMK zeigen zu können.
Henschel Hanomag; als Exponat verfügbar
1.5 Die Hersteller von Komponenten und Zulieferungen für den Automobilbau (z.B. Getriebe, Gießereierzeugnisse, Kunststoffprodukte) rechnen heute zu den größten und wichtigsten Arbeitgebern der Region.
1.6 Die Lage Kassels im Mittelpunkt Deutschlands und Europas weist Stadt und Region als ein wichtiges Verkehrskreuz und bevorzugten Logistikknoten aus. Fernstraßen und Eisenbahnstrecken - vor allem die Nord-Süd Hochgeschwindigkeitslinien im DB-Netz - gaben und geben Gelegenheit, sich wissenschaftlich wie praktisch den Herausforderungen zu stellen (Rad-Schiene-Kopplung, Flughafen-Ausbau, ÖPNV, ruhender Verkehr, Ökonomie/Ökologie im Mobilitätsbereich).
1.7 Doch auch im Individualverkehr gibt es von Kassel aus bemerkenswerte Innovationen: Schon früh gingen Impulse aus für Fahrrad, Moped und Motorrad.
Der 1871 in Kassel geborene Ernst Neumann hat sich hohe Anerkennung als Konstrukteur, Plakatkünstler und Designer erworben: hier ist eine seiner innovativen "Neander"-Maschinen aus dem Jahre 1929 zu sehen.

2. Luftfahrttechnik      

2.1 Dass Otto Lilienthal, der Luftgleiter-Pionier, mit Kassel in Verbindung gebracht werden kann, ist noch weithin unbekannt. Doch auch in Waldau experimentierte er mit Flugapparaten, die er entsprechend seiner Forschungen zum Vogelflug konstruierte und baute.
Ein Lilienthal-Hängegleiter kann in Kassel gezeigt werden.
2.2 Die Segelfliegerei hat ebenfalls starke Wurzeln in/bei Kassel; dies kann mit Original-Exponaten belegt werden.
2.3 Der bekannteste Kasseler Luftfahrt-Protagonist ist Gerhard Fieseler, dem es mit dem "Storch" gelang, das erste in Serie gehende Kurzstart- und Langsamflugzeug der Welt zu konstruieren (1935). Seit dem 15.04.1977 befindet sich ein 1943 gebauter Original Fieseler Storch ("Fi 156 C") in der Sanitätsausführung wieder in Kassel - z. Zt. gelagert im Flughafen Kassel-Calden.
Fieseler "Storch" von 1943
2.4 Da Kasseler Flugzeugproduktionen vorzugsweise militärische Ausrichtungen hatten, (u.a. Junkers-Werk ab 3.8.1940) ist die museumsgerechte Dokumentation dieses Sammlungsgebietes noch unterentwickelt. Die Wirkungen von Raab-Katzenstein, Dietrich-Gobiet - das in ihrem Werk gebaute einsitzige Flugzeug startete am 9. 5. 1923 - Grade, Zeppelin bedürfen noch der Aufarbeitung.

3. Energietechnik      

3.1 Eine erste Anregung zur Elektrizitätsversorgung Kassels gab im Jahre 1866 die Deutsche Edison-Gesellschaft (DEG), gegründet 1883 und Vorgängergesellschaft der 1887 aus ihr hervorgehenden Allgemeine Elektricitäts Gesellschaft (später AEG). Die Zeit war noch nicht reif für eine Entscheidung. Im Juli 1890 entschieden sich Stadtverordnete und Stadtrat für die Errichtung einer zentralen Stromversorgung. An der Fulda / Dennhäuser Straße entstand 1891 die Anlage an der neuen Mühle als erstes Kasseler Elektrizitätswerk. Das durch Oskar von Miller projektierte Werk war für 3000 Glühlampen ausgelegt und wurde durch die Berliner Firma Siemens & Halske errichtet. Ein Teil der Wasserkraft sollte zur Elektrizitätserzeugung genutzt werden, der andere zum Antrieb der Pumpen der Wasserversorgung der Stadt Kassel ein technisches Novum der damaligen Zeit.
Diese derzeit in der Orangerie gesammelte Francis- Wasserturbine aus dem Jahr 1907 könnte z.B. im Zuge einer Neuordnung von staatlichen Sammlungsbeständen in ein TMK integriert werden.
3.1.1 Zur gleichen Zeit wie das zweite städtische Kraftwerk im Kasseler Königstor, entstand 1893 neben der öffentlichen Stromversorgung in Wilhelmshöhe in der Hunrodstraße das von Gustav Henkel mit Heißdampftechnik betriebene Henkelsche Elektrizitätswerk. Die westlichen Stadtteile wurden so mit Strom versorgt, gleichzeitig beheizte man mit dessen Wärme das Palmenbad und ein Gewächshaus. Die eigene Stromerzeugung erlaubte es Henkel, für den Braunkohleabbau im Herkulesbereich 1902 auch eine elektrische Transportbahn zu betreiben(Schmalspur); diese Herkulesbahn nahm 1903 auch den Personenverkehr auf (letzte Fahrt am 11.4.1966).
3.1.2 Bis zum heutigen Tag wird in dem auf den Lossewiesen errichteten Kraftwerk Strom erzeugt. Als Brennstoff dient allerdings ab . das städtische Müllaufkommen.
3.1.3 Ursprünglich für die Befeuerung mit nordhessischer Braunkohle ausgelegt entstand das Kraftwerk an der Dennhäuser Straße. Heute wird es mit Gas als Heizkraftwerk betrieben.
3.1.4 In Kassel begann die Entwicklung technologischer Alternativen zur Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen früher als anderenorts. Institute an der Universität (ISET) und dortige Ausgründungen, z.B. die Firma SMA, beschleunigten diese Entwicklung ungemein.

4. Elektro- / Mess- / Regeltechnik und Informatik      

4.1 Elektrotechnik
4.2 Mess- und Regeltechnik
Das Messen von Zeit und Raum war in der Landgrafschaft Hessen-Kassel eine Wissenschaftsdisziplin, die mehreren Landesherren ein besonderes Anliegen war. Über Landgraf Wilhelm IV ("Der Weise") kam Jost Bürgi nach Kassel und baute Uhren, wie sie hinsichtlich Genauigkeit und Funktionalität noch kein Vorbild hatten. Im Orangerie-Gelände wird der Bogen von der Astronomie (Globen, Fernrohre, Uhren) über die Kartografie (Messgeräte), die physikalische Experimentierkunst und Optik zur Energetik und Informatik gespannt.
4.3 Informatik
Kommunikationstechnik und Informatik sind ebenfalls Sammlungsgebiete mit interessantem Objektbestand im Eigentum des Landes Hessen und die sich noch in den Räumen von Orangerie bzw. Landesmuseum befinden. So beginnt der Gang durch die Informatik - in der Orangerie - beim Bleisatz-Buchdruck, führt über die Nachrichtentechnik zu mechanischen Rechenmaschinen, leitet den Besucher zu den Erfindungen Konrad Zuses sowie zur Computer-Technologie.

Im Landesmuseum befinden sich noch nicht publikumswirksam aufbereitet frühe Geräte der Telegrafie, Telefonie, des Rundfunks, der Sprach- und Musik-Aufzeichnungstechnik sowie der Television; diese zunächst nur archivierten Objekte stünden für eine Verbringung in ein Technikmuseum, wohl ohne Widerspruch, zur Verfügung.

Die Druckmaschine aus dem Jahre 1949, wo die erste Ausgabe der Hessischen Nachrichten, dem Vorläufer der HNA nach dem 2. Weltkrieg gedruckt wurde, könnte vom Stadtmuseum Kassel, das keinen Platz dafür hat, dem TMK überlassen werden.

5. Konstruktions- und Maschinenbautechnik      

Es darf hervorgehoben werden, dass im Jahre 1822 mit der Errichtung des "Pflanzenhauses" im Bergpark Wilhelmshöhe auf Veranlassung von Kurfürst Wilhelm II. eine der frühesten Glas-Eisen-Konstruktionen in Deutschland entstand. Ober-Baudirektor Joh.Carl Bromeis konnte sich bei der Metallkonstruktion des Gewächshauses auf die Fertigkeiten der Firma Henschel & Sohn verlassen; Carl Anton Henschel, der Begründer der Maschinenbau- und Eisenbahnfertigung war 1817 Teilhaber des väterlichen Unternehmens (=Georg Christian Carl Henschel) geworden. 1826 konnte das Unternehmen einmal mehr seine Kompetenz zur Herstellung von Bauwerken aus Gusseisen unter Beweis stellen, indem die heutige Teufelsbrücke - gleichfalls im Park Wilhelmshöhe - eine marode gewordene Holzkonstruktion ersetzte.
Gewächshaus im Bergpark Wilhelmshöhe
"Teufelsbrücke" im Bergpark Wilhelmshöhe
1872 gründet Gustav Richter in Bettenhausen eine Werkstatt aus der sich eine Maschinenfabrik entwickelt.

Die Unternehmer Carl Beck und Gustav Henkel schließen sich 1878 zusammen; 1889 wird die Firma in "Maschinenbau AG" umbenannt. Das Produktionsprogramm umfasst im Laufe der Zeit Winden, Kräne, Aufzüge, Dampfmaschinen, Zentrifugalpumpen, Ventilatoren und Fahrtreppen. Dampfmaschinen, Zentrifugalpumpen, Ventilatoren und Fahrtreppen.

1902 beginnt die spätere renommierte Maschinenfabrik Ponndorf als Werkstatt.

Der 1924 gebaute "Lufthammer der Henschel-Schmiede", welcher heute vor dem ehemaligen Eingang zur Schmiede steht, kann von dort in das Technik-Museum überführt werden. Die Freigabe hierfür ist gegeben. Es besteht der Ehrgeiz, die Maschine wieder betriebsfähig zu machen. Bei diesem Hammer handelt es sich um das einzige Umformaggregat der ehemaligen Henschel-Schmiede, welches für uns noch im Zugriff ist. Ein weiterer Hammer, der größte, wird inzwischen in China betrieben und der zweitgrößte Hammer (Baujahr 1983) steht in Hagen in einer Schmiede. Alle anderen Maschinen verschrottet.

Der Lufthammer "Erwin" aus dem Jahre 1924.

6. Wissenstransfer      

hier Vermittlung naturwisschaftlichen Wissens in unterhaltsamer, pädagogischer Weise. Gerade weil im Gutachten zur Museumslandschaft Kassel die Empfehlung ausgesprochen wurde, sich bei der Neukonzeption der Präsentation der "Technik-Sammlung" vor allem stärker an den Bedürfnissen eines jugendlichen Publikums zu orientieren und Schwerpunkte in den naturwissenschaftlich-technischen Bereichen zu setzen, kommt einem markanten Ausbau interaktiver Installationen und Medienstationen sowie der Schaffung von Seminar-, Werkstatt- und Experimentierräumen ein besonderes Gewicht zu.


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